Felix Hummel bei der First Funnel Conference 2017

Recap: First Funnel Conference

Snackable Content und Big Data – Kristin und Jana bei First Funnel Conference in München

Die First Funnel Conference ist das diesjährige Format der Münchener Social Conference. Diese relativ junge Social Media und Marketingkonferenz wurde von dem Social Media Experten und Berater Hakan Han gegründet.

Kristin Kolditz und Jana Nowak bei der First Funnel Conference

Am 16. März ging es für uns in die Münchener Freiheizhalle, in der bereits um 9 Uhr die Vorträge begannen. Wie es der Name schon vermuten lässt, orientierte sich die Konferenz an dem Modell des Sales Funnel, bzw. der Customer Journey. Diese, wohl allen Marketern bestens bekannten Prinzipien, wurden den Tag über von insgesamt 15 Keynotespeaker*innen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Besonders spannend für uns waren natürlich vor allem die Vorträge, die den Fokus auf die sozialen Medien legten, wie z. B. Björn Tantaus Keynote „Aufmerksamkeit ­– wie du Facebook Ads für (weniger) als 1 Cent pro Klick bekommst“, in den wir euch einen kleinen Einblick geben möchten.

Facebook Ads für weniger als 1 Cent pro Klick bekommen

CPC-Zahlen von weniger als einem Cent pro Klick klingen zwar erst einmal zu gut um wahr zu sein, allerdings legte Tantau die dafür nötigen Schritte sehr schlüssig dar: Es führt wie immer kein Weg an zielgerichtetem Targeting vorbei – je präziser, desto besser. Tantau unterscheidet dabei ein mehrstufiges Programm: Zunächst gilt es, ein eindeutiges Kampagnenziel festzulegen. Je genauer das Kampagnenziel auf den Ad abgestimmt ist, desto bessere Ergebnisse können erzielt werden.

Eigentlich selbstverständlich und dennoch erwähnenswert ist die Produktion hochwertiger Inhalte: Wer bereit ist, Geld in die Bewerbung eines Beitrags zu investieren, der sollte natürlich auch darauf Wert legen, dass der promotete Beitrag fehlerfrei und ansprechend aufbereitet ist. Außerdem gilt es, bei der Gestaltung der Posts auf einen Medienmix zu achten, d. h. nie nur reinen Text oder ein Foto ohne Text zu verwenden. Ebenfalls empfiehlt Tantau die Nutzung des Facebook-Pixels. Dessen Verwendung bietet sich vor allem für Unternehmen an, die Online-Sales oder Aufmerksamkeit generieren möchten. Der von Facebook erstellte Pixel wird auf jede Seite der Homepage implementiert und ermöglicht es so den Unternehmen, dass sie Usern die einmal auf der Homepage waren das jeweilige Produkt auch nach dem Verlassen der Website immer wieder anzuzeigen.

Bei der Bewerbung von Posts ist es zusätzlich wichtig, nicht nur potenzielle Fans anzusprechen, sondern auch die bereits existierende Fanbase in die Zielgruppe einzuschließen. Immerhin haben diese bereits mit der Seite interagiert und sind eher bereit, die jeweiligen Beiträge zu liken.

Optimieren, optimieren, optimieren!

Ein weiterer Punkt, um die Klickzahlen besonders gering zu halten ist: Optimieren, optimieren, optimieren! Dazu eignen sich natürlich A/B-Test besonders gut, die als Dark Posts ausgespielt werden. Sogenannte Dark Posts erscheinen nicht auf der eigenen Seite, weshalb das Testen weniger auffällig geschehen kann. Soweit, so gut: Eine schicke Anzeige wurde erstellt, es finden A/B-Test statt, doch das heißt nicht, dass man sich jetzt zurücklehnen und den Ads beim Konvertieren zuschauen kann. Stattdessen gilt es jetzt, die Performance der Anzeigen regelmäßig zu überprüfen und ggf. zu optimieren. Wendet man diese Punkte an, so kann man mit ein wenig Glück, auf rekordverdächtige Klickpreise von unter einem Cent hoffen – wir werden das definitiv austesten!

https://twitter.com/goldmarierocks/status/864496756222033922

Auch die anderen Vorträge des Tages, wie der des Social-Media-Verantwortlichen von Pro7, Matthias Mehner, „It’s all about video“ oder „Lover oder Liker? Wie Marken durch Influencer Reputation aufbauen“, von BuzzBird-Gründer Felix Hummel, gaben spannende Einblicke. Generell lieferte die Konferenz ein hohes Maß an hochwertigen und anspruchsvollen Inhalten, das definitiv über kleinere organisatorische Mängel hinwegtrösten konnte. Als Manko und Anregung für die nächsten Jahre ist, im Sinne der Diversity die Aufstellung der Speaker*innen zu sehen. Von insgesamt 12 Redner*innen waren nur zwei weiblich, während zu der nachfolgenden Podiumsdiskussion lediglich neun Männer als Redner geladen waren. Wir sind gespannt, auf die Entwicklung der Social Conference!

Jana Nowak

All the World is a stage – das gilt auch online besonders. Als studierte Theaterwissenschaftlerin ist Jana der Kulturnerd und selbsternannte Genderbeauftragte der Agentur.

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